Der letzte Ernstkampf in der altehrwürdigen Halle, die uns so manchen Heimvorteil gebracht hat, stand an. Mit Schatrine Bellach stand ein ebenwürdiger Gegner gegenüber, der auf ein spannendes und umkämpftes Spiel schliessen liess. Würde uns auch diesmal unsere Halle einen Vorteil bringen?

Besammlung für das Heimteam war um 13:00 Uhr. Zu unser allen erstaunen stand zu diesem Zeitpunkt Schatrine Bellach bereits in der Halle. Wollten sie sich an die Besonderheiten der Halle frühzeitig herantasten? Es bleibt wohl das Geheimnis des Gastteams.

Um 14:00 Uhr und nach einem kleinen Ständchen für den Coach (danke viel mol Jungs ?), war in der gut gefüllten Halle Anpfiff. Bereits mit dem ersten Einsatz des zweiten Blocks nach einer Balleroberung unseres Teamroutiniers Bob und einem präzisen Pass, konnte das Score durch Denis eröffnet werden. So könnte es weiter gehen. Doch die Schatrinaten sind nicht nur zum Spass so früh angereist. Durch zwei Eigenfehler der Derendinger, welche ausgenutzt werden konnten und zwei Freischlägen, welche ebenfalls ausgenutzt wurden, konnte Bellach mit 1:4 davonziehen. Fünf Minuten vor der Drittelspause zimmerte Dominic Fankhauser den Ball mit einem Gewaltsschuss in das hohe rechte Eck. Mit diesem 2:4 ging es dann auch in die Pause.

Kurz vor Spielhälfte kassierte Schatrine seine zweite kleine Strafe, welche vom zweiten Powerplayblock ausgenutzt werden konnte. Nun hatten die Derendinger Blut geleckt und gaben so richtig Gas. Als erstes wurde nach einem Freischlag in der offensive der Torhüter gezogen und der heranbrausende 4. Feldspieler Nüni verwertete souverän auf Pass von Glauser, der das ganze eingefädelt hatte. Keine 20 Sekunden später reagierte jedoch Bellach mit einem Backhandtor. Kurz darauf kam es noch dicker, Sven wanderte wegen einem Stockschlag auf die Strafbank. Im Nachhinein wanderte er doch eher zum Glück auf die Strafbank. Zuerst konnte Mosi mit einem direkt ausgeführten Freischlag in Unterzahl verkürzen und nur kurze Zeit später vollendete Simu auf Pass von Glauser einen weiteren Shorthander, womit in der Partie mittlerweile ausgeglichen 6:6 stand.

Drei Minuten vor Drittelspause brachte Schatrine sich selbst in eine ungemütliche Situation: Zuerst wurde eine Zweiminutenstrafe gegen sie verhängt, womit Bellach jedoch überhaupt nicht einverstanden war. Nach einigen Worten mit dem Spielleiter wurde es diesem zu Bunt mit den Diskussionen und verhängte noch eine weitere Zweiminutenstrafe wegen Reklamierens. Beide Überzahlspiele konnten noch vor der Pause ausgenutzt werden und so konnte man mit einer 8:6 Führung in die zweite Pause gehen.

Bellach war aber überhaupt noch nicht am Boden, bezwungen oder kampflos, nein, von der ersten Minute an im letzten Drittel steigerten sie ihre Effizienz wieder, gingen konsequenter auf die zweiten Abschlüsse und machten mehr Druck auf das Derendinger Tor. So konnten sie den Rückstand von zwei Toren binnen 12 Minuten in einen Dreitore-Vorsprung umwandeln. Was für eine Rückkehr!

Die Derendinger ihrerseits am Boden zerstört und kampfesmüde? Nicht dieses Team! Nur 30 Sekunden später machte man sich auf den Weg, den Rückstand wieder aufzuholen. Den ersten Schritt dazu machte Denis nach einem Pass von Bob. Den zweiten Schritt machte nur kurz darauf Bob mit einem trockenen Drehschuss von der Mittellinie schön über Beinhöhe des gegnerischen Torhüters. Danach brauchte es einen Moment, bis der dritte Schritt von Stefan Nünlist gegangen wurde, dieser kam abermals für den herauseilenden Torhüter Christoph Mohn herein und verwandelte den Querpass von Sven mit einem Direktschuss. 11:11, 40 Sekunden vor Schluss.

Es ging nach einer kurzen Zweiminütigen Pause in die Verlängerung. Die klare Ansagen vom Coach keine Angst zu haben, die Schüsse zu nehmen und sein Glück zu versuchen setzte Denis Kiener nach 2:30 Minuten gnadenlos um und schoss Derendingen vor seiner einjährigen Pause, die er in Deitingen verbringen wird, in die nächste Runde des Cupwettbewerbs.

Vielen Dank an alle Zuschauer, egal ob von Derendingen oder Schatrine für die Unterstützung der beiden Teams und natürlich an die Spieler von Schatrine Bellach für einen fairen, spannenden und umkämpften Cupfight. Danke, dass wir unsere alte Heimstätte so verabschieden durften!

Erfolgreich für Derendingen: Denis Kiener (Urs Ackermann), Dominic Fankhauser (Lucien Ledermann), Simon Abegglen (Ivan Glauser), Stefan Nünlist (Ivan Glauser), Ivan Mosimann, Christian Küenzi (Stefan Nünlist), Stefan Nünlist (Cédric Heer),  Simon Abegglen (Ivan Glauser), Denis Kiener (Urs Ackermann), Urs Ackermann (Ivan Mosimann), Stefan Nünlist (Sven Wyss), Denis Kiener (Christian Küenzi)

SATUS Derendingen